Quittenqual








„Nein, Benno. Das kann nicht dein Ernst sein! Ich werde doch nicht gegen meine beste und älteste Freundin ermitteln. Was zu weit geht, geht zu weit! Und falls das ein Scherz sein sollte: Witzig finde ich das nicht.“
Franziska Hausmann tigerte mit dem Telefon in der Hand durch ihr Wohnzimmer. Auf dem dunkelroten Plüschsessel saß die graue Katze Bella, gähnte und verteilte feine Haare auf dem Polster. Sie schien genau zu wissen, auf welchen Farben sie die sichtbarsten Spuren hinterließ.
Die Kommissarin lauschte der Stimme am anderen Ende der Leitung. Was sagte Benno da? Sie blieb abrupt stehen und hakte nach: „Spuren, was für Spuren denn?“ Es folgte eine Erklärung, die es in sich hatte.
„Nun halt mal an, Herr Staatsanwalt“, murmelte sie unwirsch. „Ich fass es nicht. Ihr seid ein Paar, und ihr wollt zusammenziehen. Da müsste es doch möglich sein, dass du deine Marie selber fragst, ob sie was mit der Sache zu tun hat.“




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