Willi der Achte








„Wie nennt sie ihn?“
„Acht.“
Renate sah ungläubig hoch. „Acht? Wieso das denn. Ist er etwa achteckig?“
„Nein“, antwortete ich und grinste. „Du kennst doch Hannelore. Sie sagt, ´Willi braucht so viel Beachtung und natürlich auch Achtung` – und ich wette, dass er auch unserer Beachtung bedarf, und deshalb hat sie ihn Acht genannt, damit sie das nicht vergisst. „
„So ein Schwachsinn. Die spinnt doch jetzt komplett. Dabei ist sie noch nicht mal vierzig.“
Ich hatte gewusst, dass Renate so reagieren würde. Sie war all unseren Freunden gegenüber zunächst einmal äußerlich skeptisch eingestellt. Von einigen ließ sie sich überzeugen, andere hatten von vornherein bei ihr verloren. Willi schien ein landläufiger Kandidat für die Verlustliste zu sein. Allein deshalb, weil Hannelore seine Beachtung einforderte.
„Und, hat du ihn schon gesehen?“, fragte Renate lauernd. „Ihr seid doch so eng miteinander.“
Ich log und rückte dann mit meinem eigentlichen Anliegen raus: „Nein. Aber sie will ihn uns vorstellen. Sie hat uns für nächsten Samstag zum Essen eingeladen. Dich und mich und natürlich auch unsere Männer.“




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